„You are an Ironman“ – mal fünf

Zwei echte Giganten und drei Athleten mit einem besonderen Naheverhältnis zu Three Giants nahmen am Ironman Austria am 2. Juli in Klagenfurt teil, und sie bewältigten die insgesamt 1.130 km (entspricht der Strecke Wien-Amsterdam) in total 52 Stunden und 16 Minuten.
Ihre Langdistanz-Premiere feierten Stefan Rieger und Günter Engelhart, gleich gut und doch höchst unterschiedlich vorbereitet: Während Stefan zuvor weder 3,8k am Stück geschwommen noch 180k am Stück Rad gefahren ist und auch noch nie einen Marathon bestritt, kannte Günter die Einzeldistanzen (darunter 17 Marathons) bestens.
Stefan ging’s beim Schwimmen eher gemütlich an, was zu einer „Prügelei“ durch den Lendkanal, damit zu einer mittelmäßigen Schwimmzeit (1:22) und zur (einzigen) Teil-Niederlage gegenüber „Seepferdchen-Kollegen“ Günter (mit 1:18 für alle, aber am meisten für sich selbst überraschend schnell) geführt hat. Derart verließ Günter vor Stefan die Wechselzone, und es dauerte bis km 30, ehe die Positionen wechselten. Dann aber für immer… Stefan katapultierte sich in 5:19 über die 180k, Günter begnügte sich mit einer Sub-6h-Zeit, sparte etwas Energie fürs Laufen und stieg nach 5:57 aus dem Sattel.
Obwohl es Stefan beim Laufen nicht so gut ging – schon bei km 23 kam der „Mann mit dem Hammer“ – und einige Gehpausen nötig waren, blieb er mit 3:48 doch deutlich vor Günter, der sich nicht nur über 4:19 für die Marathon-Strecke freute, sondern auch darüber, dass er durchzulaufen vermochte.
Unterm Strich benötigte Stefan 10:43.17 (Platz 660 total und 139 in der AK 35-39), und der Vorsprung von einer guten Stunde auf Günter (11:50.11 und damit Platz 1.374 total und 40 in der AK 55-59) wird durch den Altersunterschied von rund 20 Jahren (fast) wettgemacht 😉
Unglaublich – wieder einmal – Franz Leitner vom Top Team Tri-ThreeGIANTS: Schwimmen verlief mit 1:02 nach Wunsch, am Rad die Bedingungen leichter eingeschätzt, als sie tatsächlich waren, und daher mit 5:05 nicht ganz zufrieden, und das Laufen war bis km 25 top, doch dann konnte Franz „nur mehr“ knapp über fünf Minuten pro km laufen, was eine Marathon-Zeit von dennoch fantastischen 3:21 ergab. Die Finish-Line kreuzte er nach 9:35.23 und damit als Gesamt-107. und als 13. in der AK 40-44.
Ähnlich, wenngleich nicht ganz so, schnell war Karl Narbeshuber (auch Langdistanz-Premiere) vom Tri Team Around the World-ThreeGIANTS. Mit Split-Zeiten von 1:01, 5:16 und 3:23 erreichte er eine Gesamtzeit von 9:49.07, was Platz 186 total und Platz 21 in der AK 25-29 bedeutete. Teamkollege Alex Hajszan absolvierte die Ironman-Distanz nach 1:07 beim Schwimmen, 5:09 auf dem Rad und 3:51 auf der Laufstrecke in total 10:18.06, was in der Ergebnisliste Platz 399 und in der Altersklasse 40-44 Rang 81 ergab.
Anm. des Autors: Ich kann mir nach wie vor nicht vorstellen, nach 180k auf dem Rad einen Marathon zu laufen. Obwohl ich jetzt weiß, dass es geht. Also: Alles nur Kopfsache. Dies als Motivation für all jene, die mit der Teilnahme an einer Langdistanz spekulieren…

Text: Günter Engelhart

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